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Tina Administratorin

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 06.02.2005 Beiträge: 860 Wohnort: 41464 Neuss
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Verfasst am: 04.08.2009, 17:31 Titel: Stierkampf-UNESCO/stop-corrida.info/1.5.UNESCO.htm |
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Das Projekt Stierkampf-UNESCO
Quelle: www.stop-corrida.info/1.5.UNESCO.htm
Schon im Jahre 2005 forderte die Asociación Internacional de Tauromaquia (AIT), dass der Stierkampf zum Weltkulturerbe erklärt wird. Dieser erste Antrag wurde abgelehnt. Seitdem arbeitet die Stierkampflobby, die sich weltweit zusammengeschlossen hat, intensiv an dem Projekt “Proyecto Tauromaquia de la UNESCO”, um noch einmal zu versuchen, den Stierkampf als Immaterielles Kulturerbe unter den Schutz der UNESCO zu stellen.
Diese Leute haben Macht, Geld und sind gefährlich! Wir als Gegner müssen an einem Strang ziehen und uns gemeinsam gegen die Pläne der Tauromachie organisieren.
Chronologie der Aktivitäten der Stierkampflobby:
Die UNESCO hat am 29. September 2003 in Paris bei ihrem 32. Treffen die Konvention für den Schutz des immateriellen Kulturerbes beschlossen.
Gründung der AIT, Internationale Organisation des Stierkampfs im Jahre 2004 in Madrid.
Am 27. Januar 2005 Aufnahme der AIT als Organisation in das Register der Organisationen des spanischen Innenministeriums, mit dem Ziel, den Stierkampf als Kulturerbe zu verewigen.
Am 19. November forderte man die spanische Regierung auf, ebenfalls Initiative für das Projekt Stierkampf - UNESCO zu ergreifen. Auch die Tochter des spanischen Königs und Thronfolgerin Cristina von Borbón, Ehrenpräsidentin der spanischen UNESCO-Kommission , wurde aufgefordert, sich für das Projekt einzusetzen.
Anfang des Jahres 2006 wurden alle nötigen Ratifikationen, die eine Überprüfung durch die UNESCO überhaupt erst ermöglichen, eingereicht.
Alle Länder, die Stierkämpfe betreiben, sind Mitglieder dieser Konvention.
Wo diese Ratifikationen eingereicht wurden, geht aus den Quellen der Taurinos nicht hervor. Wir gehen aber davon aus, dass das Projekt noch nicht bei der nationalen UNESCO Kommission eingereicht wurde.
Am 25. Oktober des Jahres 2006 wurde eine Petition formuliert, die die autonomen spanischen Regionen veranlasst, ihrerseits den Stierkampf als Weltkulturerbe vorzuschlagen.
2007 wird anlässlich der Feria del Toro das Projekt Stierkampf-UNESCO in Portugal vorgestellt. Dies war für die Taurinos eine gute Gelegenheit, Kontakte zu portugiesischen Stierkampfbefürwortern zu knüpfen.
Gründung der parlamentarischen Organisation des Stierkampfes / Asociación Taurina Parlamentaria (ATP) am 16. Februar 2007. Dieser spanischen Organisation gehören amtierende und ehemalige Abgeordnete der Nationalversammlung, Europaparlamentarier, regionale Abgeordnete und Privatpersonen an. Die ATP konnte auch viele Parlamentarier aus anderen Ländern, in denen Stierkämpfe stattfinden, für das Projekt gewinnen.
Im Juni 2008 traf man sich mit portugiesischen Parlamentariern und auch in Portugal wurde eine portugiesische parlamentarische Organisation des Stierkampfes gegründet. Man hielt dies für erforderlich, um den Stierkampf besser verteidigen zu können.
Im November 2008 fand in Madrid ein internationales Treffen aller Parlamentarier, die den Stierkampf unterstützen, statt. Die beteiligten Organisationen aus Frankreich, Spanien und Portugal beschlossen folgendes:
„Unter Berücksichtigung der kulturellen und artistischen Werte des Stierkampfes wird man alles Nötige tun, um den Eintrag als Kulturerbe zu erlangen.“
Gründung der Organisation Mesa del Toro im Jahre 2008, ebenfalls mit dem Ziel, sich für den Schutz des Stierkampfes als Weltkulturerbe einzusetzen.
Am 4. und 5. Juli 2008 zog der Stierkampf ins europäischen Parlament ein. Es fand die Ausstellung “Entre hombre y toro” („Zwischen Mann und Stier“) statt. Selbstverständlich fand auch eine Gegenveranstaltung der Stierkmapfgegner statt. Laut Angaben der Taurinos wurde diese Stierkampfaustellung von den europäischen Parlamentariern sehr gut aufgenommen, “…so dass die Chance für einen Eintrag als Weltkulturerbe der UNESCO sehr gut stehen.”
Alle Beteiligten setzen ihre ganze Energie für die Promotion und Bekanntmachung des Projekts ein und nutzen die Gelegenheit zur Kontaktaufnahmen mit den EU-Parlamentariern. Das Projekt Stierkampf-UNESCO ist inzwischen zu einem weltweit gut organisierten gefährlichen Koloss herangewachsen.
Am 6. Juni 2009 fand ein internationales Treffen in der Aula der Stierkampfarena Las Ventas, Madrid statt. Die Unión Latina führte dort ein Kolloquium zum Thema “Der Stierkampf: Ein Kulturerbe” durch, welches von der Junta de Andalucía unterstützt wurde. Die Organisation Mesa del Toro und die französische Stierkampforganisation sagten ebenfalls ihre Unterstützung zu.
Die Unión Latina wurde 1954 in Madrid gegründet, mit dem Ziel, das allgemeine Erbe und die unterschiedlichen Identitäten der lateinischen Sprache in der ganzen lateinischen Welt zu fördern und zu erhalten. Die Zahl der Mitgliedsstaaten dieser einflussreichen Organisation ist inzwischen auf 35 Staaten aus 4 Kontinenten angestiegen.
Quelle: AIT
http://asociacioninternacionaldetauromaquia.blogspot.com/2009/06/ayuda-memoria-del-proyecto-tauromaquia.html _________________ "Wenn WIR es schaffen, unseren Kindern vorzuleben, dass
alles was lebt beseelt ist und dass wir diese Leben
schützen und respektieren und ihm das geben und schützen
was es zum Leben benötigt und was Gott ihnen gegeben hat,
haben wir EINEN TEIL VON GOTTES WILLEN vollbracht. Wenn
wir dieses Wissen auch an unseren NÄCHSTEN weitergeben,
sind wir schon eine kleine Minderheit. Wenn aus der
kleinen Minderheit, eine NEUE Bewegung zur Freiheit allen
Lebens, was GOTT geschaffen hat heran wächst, sehe ich,
dass wir es schaffen werden, unseren tierischen Mitgeschöpfen
ein artgerechtes Leben auf Erden zu bieten. So will es GOTT,
der Schöpfer des unendlichen Universums und ALLEN Lebens."
(von Tina Weldle) |
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Tina Administratorin

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 06.02.2005 Beiträge: 860 Wohnort: 41464 Neuss
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Verfasst am: 04.08.2009, 17:41 Titel: Stierkampf als UNESCO-Kulturerbe? |
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Stierkampf als UNESCO-Kulturerbe?
Schon seit mehreren Jahren arbeitet die Stierkampflobby an dem Ziel, den Stierkampf als Immaterielles Weltkulturerbe unter den Schutz der UNESCO stellen zu lassen. “Proyecto Tauromaquia de la UNESCO”, so nennen sie das Projekt, mit dem sie für eine der entsetzlichsten Tierquälereien das Gütesiegel der UNESCO erschleichen wollen, um dann ungehindert und für ewig in den Stierkampfarenen weiterhin Stiere zu Tode quälen zu können. Fieberhaft arbeiten die Stierkampforganisationen aus der ganzen Welt an diesem unheilvollen Projekt und sind kurz davor, bei der UNESCO den Antrag für die Aufnahme in die Liste der schützenswerten immateriellen Kulturgüter zu stellen.
Die Stimmen, die sich gegen die Barbarei in den Stierkampfarenen wenden, werden lauter und zahlreicher. Immer mehr Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens - darunter der Dalai Lama - verlangen, die Stierquälerei abzuschaffen. Weltweit haben sich 80 Städte gegen den Stierkampf und das grausame Spektakel in ihren Mauern als unerwünscht erklärt. Die katalonische Hauptstadt Barcelona ist eine von ihnen. In Katalonien wird bald das regionale Parlament über das Verbot des Stierkampfs entscheiden, nachdem 180.169 Bürgerinnen und Bürger in einem offiziellen Referendum das Parlament dazu aufgefordert haben.
Verständlich, dass im Stierkampfmilieu Panik ausbricht. Die Stierquäler fürchten vor allem, dass die mit dem Stierkampf verbundenen Einnahmequellen, einschließlich staatlicher Subventionen, versiegen könnten. Denn die Tauromachie, wie sie verharmlosend ihre schreckliche Leidenschaft nennen, ist ein knallhartes Geschäft. Allein in Spanien beläuft sich der Jahresumsatz der Schreckensbranche auf schätzungsweise 1,5 Milliarden Euro und etwa 70.000 Arbeitsplätze sind von dem blutigen Spektakel abhängig.
Die Stierkampflobby hat sich in einer internationalen Organisation, der Asociacion Internacional deTauromaquia (AIT) , weltweit zusammengeschlossen: Spanien, Frankreich, Portugal, Mexiko, Kolumbien, Peru, Venezuela und Ecuador arbeiten gemeinsam an der Verwirklichung des UNESCO-Projekt. Erst kürzlich, bei einem internationalen Treffen am 6. Juni in Madrid, sagte der mächtige spanische Stierkampf-Dachverband Mesa del Toro ebenfalls seine uneingeschränkte Unterstützung zu. Dieser Lobbyverband ist so einflussreich, dass ihm im Juli 2008 gestattet wurde, im Europäischen Parlament für die Kulturschande des Stierkampfs bei den Abgeordneten zu werben. Dieser unverfrorenen Propaganda wurde mit einer Gegenveranstaltung von Stierkampfgegnern mit internationaler Beteiligung vor dem Parlament begegnet.
Leise und stetig, von vielen kaum bemerkt, nähert sich die Stierkampflobby ihrem Ziel. Mit ihrem unheimlichen Einfluss und ihren politischen Beziehungen schufen sie ein Netzwerk, mit dem sie ihr Ziel verwirklichen wollen. Sie feiern sich schon als Gewinner und treten dementsprechend zuversichtlich in der Öffentlichkeit auf. Auch Venezuela Taurina gibt sich sehr optimistisch und geht davon aus, dass die Stierkampfkultur von der UNESCO in Paris anerkannt wird.
Der Kopf allen Übels ist der Rechtsanwalt Williams Cárdenas Rubio Williams Cárdenas Rubio, Präsident der Asociación Internacional de Tauromaquia , der das Proyecto Tauromaquia de la UNESCO ins Leben gerufen hat. Er rechtfertigt das Projekt u.a. damit, dass sich die so genannte Stierkämpferkunst im Laufe von Jahrhunderten entwickelt hat, fester Bestandteil des kulturellen, sozialen und politischen Lebens sei und sich im künstlerischen und intellektuellen Leben widerspiegeln würde.
Ebenso gefährlich ist die Asociación Taurina Parlamentaria (ATP), eine Organisation spanischen Ursprungs, in der sich Abgeordnete zusammengetan haben, um den Stierkampf in den Parlamenten aller Ebenen zu verteidigen. Erst kürzlich hat der Sprecher der rechten Parti Popular im Senat Pio Garcia Escudero lautstark gefordert, die fiesta taurina durch Erklärung zum Weltkulturerbe der UNESCO zu erhalten. Neben der Asociación Taurina Parlamentaria spielt die Junta de Andalucia, die andalusische Landesregierung, eine dominierende Rolle, die sich ebenfalls mit aller Macht für das UNESCO-Projekt einsetzt.
Mit im Boot sitzt auch die Unión Latina, der 37 Staaten angehören, in denen Sprachen lateinischen Ursprungs gesprochen werden und die sich die Erhaltung des „allgemeinen Erbes“ auf die Fahnen geschrieben hat. Im April wurde von der Unión Latina in Zusammenarbeit mit der Junta de Andalucía ein Kolloquium mit dem Thema LA FIESTA DE LOS TOROS: UN PATRIMONIO INMATERIAL COMPARTIDO veranstaltet, zu dem zahlreiche gewichtige Stierkampflobbyisten zusammenkamen.
Ein Schwergewicht dieser Gruppe ist Francisco Javier López Morales. Er war von 1995 bis1999 Berater des UNESCO Welterbe-Komitees für die mexikanische Regierung. Derzeit ist er Vize-Präsident von ICOMOS International, einer Organisation, die nach eigenen Worten „eine vitale Rolle bei der Beratung der UNESCO für die Aufnahme von Projekten in die Liste des Weltkulturerbes spielt“. Weiterhin ist er Direktor des Weltkulturerbes im Nationalen Institut für Anthropologie und Geschichte seines Landes und Vertreter Mexikos beim Zwischenstaatlichen Ausschuss für den Schutz des immateriellen Kulturerbes der UNESCO .
Ob die Tauromachie nun wirklich zum Immateriellen Weltkulturerbe erklärt wird, ist offen. Noch wurde kein offizieller Antrag bei der UNESCO gestellt. Unklar ist auch, ob nur Spanien - als Ursprungsland des Stierkampfs - oder alle Stierkampfländer zusammen den Antrag einbringen. Die nächste Runde, bei der über die Aufnahme neuer Immaterieller Kulturgüter entschieden wird, ist bereits angekündigt. Am 31. August 2009 ist der Abgabetermin für diese Entscheidungsrunde. Dann wird es spannend, ob der Stierkampf dabei ist und wie die UNESCO später entscheiden wird. Unter den Entscheidungsträgern befinden sich viele dem Stierkampf zugeneigte Landesvertreter, die ständig von einer einflussreichen Lobby bearbeitet werden.
Fazit: Die Aktivitäten der Stierkampflobby geben zu großer Sorge Anlass, dass Tierquälerei in Form des Stierkampfs das erste Mal weltweit unter den Schutz der UNESCO gestellt wird. Die Stierkampfanhänger haben ihr Projekt planvoll und gezielt vorbereitet und mit ihren haltlosen Argumenten die UNESCO infiltriert. Ihr Optimismus ist alarmierend und zeigt, dass sie sicher sind, ihr Ziel zu erreichen.
Wir als Tierfreunde, Tierschützer, Tierrechtler oder einfach nur als Menschen mit Verantwortungsgefühl für unsere Mitkreaturen sollten nicht zulassen, dass die Barbarei des Stierkampf für ewig als Immaterielles Weltkulturerbe festgeschrieben wird und es dadurch unmöglich wird, den in den Arenen gequälten Tieren ihr grausames Los zu ersparen.
Redaktion: Martina Szyszka, Anke und Karl Daerner – unter Verwendung der Recherche, die dem Artikel Die Tauromachie klopft an die Tür der UNESCO von SOS Galgos zugrunde liegt.
Updates:
http://www.stop-corrida.info/1.5.UNESCO.htm _________________ "Wenn WIR es schaffen, unseren Kindern vorzuleben, dass
alles was lebt beseelt ist und dass wir diese Leben
schützen und respektieren und ihm das geben und schützen
was es zum Leben benötigt und was Gott ihnen gegeben hat,
haben wir EINEN TEIL VON GOTTES WILLEN vollbracht. Wenn
wir dieses Wissen auch an unseren NÄCHSTEN weitergeben,
sind wir schon eine kleine Minderheit. Wenn aus der
kleinen Minderheit, eine NEUE Bewegung zur Freiheit allen
Lebens, was GOTT geschaffen hat heran wächst, sehe ich,
dass wir es schaffen werden, unseren tierischen Mitgeschöpfen
ein artgerechtes Leben auf Erden zu bieten. So will es GOTT,
der Schöpfer des unendlichen Universums und ALLEN Lebens."
(von Tina Weldle) |
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