Tina Administratorin

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 06.02.2005 Beiträge: 860 Wohnort: 41464 Neuss
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Verfasst am: 25.11.2006, 11:52 Titel: ANIMALS ASIAS ANTWORT AUF TÖTUNG VON HUNDEN |
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ANIMALS ASIAS ANTWORT AUF TÖTUNG VON HUNDEN
Moosburg, 16. November 2006 - Animals Asia wurde überflutet von Anrufen und E-Mails verzweifelter Hundebesitzern in China, seit dem die kommunale Regierung von Peking mit einer zweimonatigen scharfen Vorgehensweise gegen Hunde begonnen hat. Damit sollen nun Regelungen durchgesetzt werden, die bislang ignoriert wurden.
Seit 7. November 2006 gilt die „Ein-Hund-Politik“. Alle Hunde ohne Lizenz, ebenso wie Hunde mit einer Schulterhöhe über 35 cm sowie als “gefährliche” Rasse geltende Hunde, werden nun konfisziert und getötet. AAF wurde berichtet, dass die Hunde entweder im Heim ihres Besitzers oder auf offener Straße erschlagen, oder aber erhängt, mit Elektroschock getötet oder sogar lebendig begraben werden.
Es ist weithin bekannt, dass diese plötzliche Umsetzung der Regelungen eine Reaktion auf den Anstieg von Tollwut im Land geschieht. Im Juli 2006 wurden 50.000 Hunde in der Region Mouding abgeschlachtet. Die Provinz Yunnan folgte, nachdem dort drei Personen an Tollwut starben. Truppen zur Tötung von Hunden tauchten auch in Shanghai und Jinning, in der Provinz Shadong, auf, wo im August weitere Tausende von Hunden brutal getötet wurden.
Nach Berichten des Chinesischen Zentrums für Seuchenkontrolle und Vorbeugung ist die Zahl der an Tollwut gestorbenen Menschen in diesem Jahr dramatisch gestiegen. Das Gesundheitsministerium berichtet von landesweit 1.735 Tollwutsterbefällen in den ersten neun Monaten dieses Jahres, das sind 29 Prozent mehr als 2005. Dennoch gibt es in Peking seit 20 Jahren keinen Fall, in dem ein Mensch an Tollwut erkrankt wäre. Daher geht man davon aus, dass diese Tötungskampagne auch Teil eines Versuchs ist, Peking für die Olympiade im August 2008 zu säubern. Es gibt Anzeichen dafür, dass im Falle eines Erfolgs in Peking diese Maßnahme in allen Städten Chinas durchgeführt werden soll.
Dennoch haben sich derart umfangreiche Tötungskampagnen immer wieder als ineffektive Maßnahme bei der Populationskontrolle streunender Hunde und der Verhinderung von Tollwut erwiesen. Neue und innovative Lösungen bei diesen Problemen, wie z.B. das kosteneffektive „Fangen/Sterilisieren/Freilassen“ oder Programme zur „Tiergeburtenkontrolle“ werden weltweit eingesetzt, mit statistisch nachgewiesenem Erfolg: die Abgabzahl bei Tierheimen sinkt, ebenso die der „lästig“ empfundenen Tiere und, am wichtigsten, das Auftreten von Tollwut ist dramatisch gesunken.
Professor Zu, Professor für Epidemiologie an der An Huei Universität stimmt zu, dass “es viele effektive Maßnahmen zur Kontrolle und Vermeidung von Tollwut in China gibt, zum Beispiel das Fördern verantwortungsvoller Haltung, Massenimpfungen, Verbesserung der Qualität der Tollwutimpfstoffe in China und der Verzicht auf Haltung von Landtieren in städtischen Gebieten. Massentötungen bilden eine scheinbar einfache Lösung zur Kontrolle von Tollwut, aber ihre Wirkungslosigkeit ist durch kollaborative Studien der WHO in vielen Ländern bewiesen.“
Dr. Francette Dusan, Expertin der WHO bei Seuchen, die vom Tier auf den Menschen überspringen, sieht eine wirkungsvolle Tollwutkontrolle in der Zusammenarbeit von Veterinär-, Humanmedizin und zuständigen Behörden. „Bis heute wurde dies in China nicht angemessen umgesetzt, statt dessen bestehen die Kontrollmaßnamen rein reaktiv im Töten von Hunden“, sagte Dusan. (Associated Press, 01.08.2006)
Über 70.000 Verletzungen durch Hundebisse wurden in der ersten Hälfte des Jahres 2006 in Peking gemeldet und die Zahl steigt nach Angaben der Xinhua Nachrichtenagentur jedes Jahr um 10.000. Andere Städte Chinas zeigen ähnliche Trends, was auch daran liegt, dass zwar immer mehr Menschen Hunde als Begleittiere halten, dies Hunde aber nach wie vor, aufgrund der unrealistisch hohen Meldekosten, nicht registrieren lassen.
Tang Quing, Forscher am Chinesischen Zentrum für Seuchenkontrolle und Vorbeugung, stellte fest, dass „es vor allem zwei Gründe für den derzeitigen Anstieg von Tollwutfällen in China gibt. Einmal die wachsende Zahl der Haustiere, aber auch in den noch immer ungenügenden Haltungsvorschriften und Impfungen von Haustieren. Der andere Grund besteht in dem unzureichenden Wissen über Tollwut sowie über die mangelnden Aufmerksamkeit gegenüber Vorsichtsmaßnahmen.“
Zhang Xuechun, Chefarzt des Pekinger Zentrums für Seuchenkontrolle und Vorbeugung, bestätigt Tang Qings Sicht: „Die Tatsache, dass mehr als 70.000 Pekinger im ersten Halbjahr 2006 von Hunden gebissen wurden ist eine deutliche Botschaft, dass eine große Anzahl von Hundebesitzern nicht die nötige Aufmerksamkeit haben. Wenn eine Person bereits Anzeichen von Tollwut zeigt, kann kein Krankenhaus mehr helfen. Inzwischen sind sich immer mehr Menschen der Gefahr bewusst. Im letzten Jahr wurden 80.000 Menschen in Peking geimpft, in diesem Jahr werden es noch mehr sein.“
Veränderte Familienstrukturen wie kinderlose Ehepaare und eine wachsende Zahl älterer und allein lebender Menschen in China führen dazu, dass Hunde zunehmend als wichtige Familienmitglieder betrachtet werden. Herr Chu, ein Hundebesitzer in Peking sagt, er und seine Frau hätten keine Kinder und so sei ihr Golden Retriever ihr Kind geworden. Aber nun soll ihnen der Hund weggenommen werden und das sei nicht akzeptabel. Ein anderer Hundebesitzer, Herr Liu, erklärt: „Für die Jüngeren, die in den frühen 80ern geboren wurden, ging durch die ’Ein Kind’-Politik die Möglichkeit von Geschwistern verloren. Nun ist es mein Hund, der mir Freude und Zufriedenheit gibt.“
Jill Robinson, Gründerin und Vorstand der AFF: „Wie im Westen haben auch Millionen von Hunde- und Katzenbesitzer in China eine enge Bindung an ihr Haustier, so stark wie an ein Kind. Die verzweifelten Botschaften, die wir erhalten und in denen um eine mitfühlende Lösung gebeten wird, würden das härteste Herz erweichen. Aber jeder dieser Briefe weist auch darauf hin, dass die Regierung unterstützt werden muss bei der Überwachung verantwortungsvoller, landesweiter Initiativen zur Anwendung wissenschaftlicher Verfahren gegen Tollwut, verantwortlicher Haustierhaltung und öffentlicher Aufklärungsprogramme.“
Christie Yang, verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit von AAF in China: „Diese Hundebesitzer möchten ihre Tiere, die sie als Familienmitglieder sehen, schützen. Sie möchten den Behörden keine Probleme bereiten und die Mehrheit unterstützt den Wunsch der Regierung, die Aufsicht über die Tiere zu verstärken. Aber sie können einfach nicht akzeptieren, dass Hunde über 35cm Schulterhöhe kein Recht auf Leben haben sollen.“ Viele der Hunde, deren Schulterhöhe darüber liegt und die derzeit konfisziert werden, waren regulär gemeldet. Daher wurden die Hundebesitzer von den aktuellen Maßnahmen überrascht und viele beklagen, dass dies ungerecht sei.
Robinson appellierte an die Regierung, den hilfsbereiten Gruppen Gehör zu schenken: „Die chinesische Regierung hat in der Vergangenheit bereits innovative und wirkungsvolle Maßnahmen zur Klärung scheinbar unlösbarer Probleme ergriffen – bitte weiten Sie nun diese Weitsicht und Ihr Mitgefühl aus und arbeiten Sie mit all denen in China zusammen, die aufrichtig ein harmonisches Zusammenleben von Menschen und Tieren anstreben.“
Was Animals Asia unternimmt
http://www.animalsasia.org/index.php?module=49&menupos=3&submenupos=1&item=2&lg=ge&lg=ge _________________ "Wenn WIR es schaffen, unseren Kindern vorzuleben, dass
alles was lebt beseelt ist und dass wir diese Leben
schützen und respektieren und ihm das geben und schützen
was es zum Leben benötigt und was Gott ihnen gegeben hat,
haben wir EINEN TEIL VON GOTTES WILLEN vollbracht. Wenn
wir dieses Wissen auch an unseren NÄCHSTEN weitergeben,
sind wir schon eine kleine Minderheit. Wenn aus der
kleinen Minderheit, eine NEUE Bewegung zur Freiheit allen
Lebens, was GOTT geschaffen hat heran wächst, sehe ich,
dass wir es schaffen werden, unseren tierischen Mitgeschöpfen
ein artgerechtes Leben auf Erden zu bieten. So will es GOTT,
der Schöpfer des unendlichen Universums und ALLEN Lebens."
(von Tina Weldle) |
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