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Tina Administratorin

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 06.02.2005 Beiträge: 860 Wohnort: 41464 Neuss
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Verfasst am: 16.12.2005, 01:24 Titel: Nein zur Tierfabrik Haßleben! |
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Nein zur Tierfabrik Haßleben!
Investoren nutzen Gesetzeslücke für Schweinequal
Im brandenburgischen Haßleben soll eine der größten Schweinezucht- und Mastanlagen in Deutschland entstehen (wir berichteten in du und das tier 1/2005). Um die Pläne des Großinvestors zu stoppen hat der Deutsche Tierschutzbund eine Einwendung gegen diese tierquälerische Großanlage eingereicht.
In einer 1991 stillgelegten Mastanlage, deren Umbau der holländische Großinvestor van Gennip plant, sollen über 85.000 Schweine unter unwürdigen Bedingungen gehalten werden. Mehr als 9.000 Sauen und Eber, 23.000 Absatzferkel und 52.800 Mastschweine sollen der ehemaligen LPG-Anlage aus DDR-Zeiten zukünftig ihr Dasein fristen.
Der Deutsche Tierschutzbund hat Einsicht in die vom Investor eingereichten Unterlagen genommen. Was dabei zum Vorschein trat, ist pures Tierleid!
Alle Sauen – ob mit oder ohne Ferkel – sollen einzeln in Kastenständen gehalten werden. Als Lebensraum stünde ihnen damit eine Fläche in etwa so groß wie ein Bügelbrett zur Verfügung. Sauen, die in dieser Weise gehalten werden, können nur Aufstehen und Abliegen - Herumdrehen oder Laufen ist nicht möglich. Die Sauen leiden ihr ganzes Leben lang. Die meisten von ihnen entwickeln schwere Verhaltensstörungen.
Für alle anderen Schweine sieht der Investor eine Gruppenhaltung auf nackten Betonspaltenböden vor. Artgerechte Beschäftigung, in Form von Stroh oder Heu, fehlt. Die intelligenten und neugierigen Schweine leiden in solchen reizarmen Haltungen. Die Folgen sind ebenfalls schwere Verhaltensstörungen, die sich vor allem in Schwanz- und Ohrenbeissen bis hin zum Kannibalismus äußern.
Darüber hinaus sehen die Pläne des Investors nicht einmal Tageslicht in den Ställen vor. Die Stallungen sollen ausschließlich über Kunstlicht mit einer Intensität von 50 Lux, also Dämmerlicht, beleuchtet werden.
Wie Hohn klingt es, dass van Gennip in seinen eingereichten Unterlagen von einer nach §2 des Tierschutzgesetzes „verhaltensgerechten Unterbringung“ und „artgerechten Bewegung“ schreibt und dies, obwohl die geplante Anlage noch nicht einmal den Anforderungen der EU-Richtlinie über die Mindestanforderungen zum Schutz von Schweinen entspricht.
Die EU-Richtlinie, die selbst nur ein Minimum an Tierschutz für die Schweine festlegt, schreibt u.a. für tragende Sauen die Gruppenhaltung vor. Außerdem muss jedem Schwein ständig Zugang zu ausreichenden Mengen an Materialien gewährt werden, die sie untersuchen und bewegen können, wie z.B. Stroh oder Heu.
Die Großinvestoren versuchen mit ihrem eingereichten Baugesuch eine gegenwärtige „Gesetzeslücke“ in Deutschland ausnutzen. Wie alle anderen Länder der Europäischen Union ist auch Deutschland verpflichtet die EU-Richtlinie als Mindestanforderung zum Schutz der Schweine in nationales Recht umzusetzen. Durch die Blockadehaltung der CDU im Bundesrat (s. zuletzt du und das tier 1/05) konnte die Umsetzung in die nationale Gesetzgebung jedoch noch nicht erfolgen, obwohl die Frist dafür schon seit dem 1. Januar 2003 überschritten ist und die Europäische Union bereits ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland eingeleitet hat.
Zusätzlich zu den gravierenden Tierschutzproblemen wird auch die Umwelt durch die Inbetriebnahme einer solchen Massentierhaltung dauerhaft geschädigt. Verschiedene Gutachten belegen, dass die täglich anfallende Gülle der 85.000 Tiere die ohnehin aus DDR-Zeiten bereits vorgeschädigten Böden, Bäume und Gewässer irreparabel zerstören und die Luftqualität stark herabsetzen wird.
Aus den angeführten Gründen hat der Deutsche Tierschutzbund eine Einwendung gegen die industrielle Schweinemast- und Zuchtanlage Haßleben eingereicht. Der Landesverband des Deutschen Tierschutzbundes in Brandenburg und der örtliche Tierschutzverein unterstützen den Kampf gegen diesen Bau.
Auf die Zerstörung der Natur der Uckermark, die als seen- und waldreiches Bioshärenreservat und Erholungsgebiet bekannt ist, würde auch zwangsläufig die Abnahme des Tourismus – mit seinen Einnahmequellen – in der ohnehin strukturschwachen Region folgen. Die geplante Schaffung von 50 Arbeitsplätzen (rein rechnerisch: 1 Person pro 1700 Schweine!) in der industriellen Tierproduktion wiegt nicht die um ein Vielfaches höheren Zahl von Arbeitsplätzen auf, die durch die Zerstörung der Natur und des Tourismus sowie durch die Vernichtung der bäuerlichen Landwirtschaft zerstört werden.
Helfen Sie den Schweinen
Wenn Sie den Protest des Deutschen Tierschutzbundes unterstützen wollen, schreiben Sie an den brandenburgischen Ministerpräsidenten, Matthias Platzeck und teilen Sie ihm Ihre Argumente gegen die Inbetriebnahme einer solchen tierquälerischen sowie Natur- und Arbeitsplätze zerstörenden Tierfabrik mit.
Protestadresse:
Friedrich-Ebert-Straße 61
14469 Potsdam
E-Mail: nachricht (at) matthiasplatzeck.de.
Quelle:
http://www.tierschutzbund.de/00955.html _________________ "Wenn WIR es schaffen, unseren Kindern vorzuleben, dass
alles was lebt beseelt ist und dass wir diese Leben
schützen und respektieren und ihm das geben und schützen
was es zum Leben benötigt und was Gott ihnen gegeben hat,
haben wir EINEN TEIL VON GOTTES WILLEN vollbracht. Wenn
wir dieses Wissen auch an unseren NÄCHSTEN weitergeben,
sind wir schon eine kleine Minderheit. Wenn aus der
kleinen Minderheit, eine NEUE Bewegung zur Freiheit allen
Lebens, was GOTT geschaffen hat heran wächst, sehe ich,
dass wir es schaffen werden, unseren tierischen Mitgeschöpfen
ein artgerechtes Leben auf Erden zu bieten. So will es GOTT,
der Schöpfer des unendlichen Universums und ALLEN Lebens."
(von Tina Weldle) |
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